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Newsletter Oktober 2020

Reflexionen

Stadtkirche Schorndorf
Sonntag, 25. Oktober 2020
17 und 19 Uhr


Liebe Freunde der Singakademie Stuttgart,

Wir singen wieder! In kleinen Gruppen, mit ungewöhnlich viel Abstand und viel Frischluft. Trotz Einschränkungen haben wir Live-Chorklang nie mehr zu schätzen gewusst – und können es kaum erwarten, wieder für unser Publikum zu singen.
Mit Franz Schuberts Winterreise begeben wir uns in die kältere Jahreszeit und nehmen Sie gerne mit: bei unseren Konzerten in der Stadtkirche Schorndorf.
Um die Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu gewährleisten, wird es zwei Aufführungen hintereinander geben. Die strengen Corona-Regeln für Chöre hat Stefan Weible kurzerhand zum künstlerischen Konzept gemacht: Er hat die Singakademie in drei Chöre aufgeteilt, die im Wechsel von den Emporen und dem Altarraum aus singen werden.
Es wird - da sind wir uns sicher - ein unvergessliches Konzert. Chormusik ist in Zeiten der Corona-Pandemie alles andere als selbstverständlich. Umso mehr freuen wir uns über die Chance, mit der Winterreise und zwei sphärischen Werken des britischen Komponisten Patrick Hawes ein eindrucksvolles Programm zur Aufführung bringen zu dürfen.

Seien Sie dabei!

Ihre Singakademie Stuttgart


„Reflexionen”

Programm

Franz Schubert (1797-1828)

Winterreise (Auszüge) D91 (op. 89) arr. Gregor Meyer

Patrick Hawes (*1958)

Reflexionem für 8-stimmigen Chor und Violoncello
Quanta Qualia für 8-stimmigen Chor und Alt-Saxophon

Mitwirkende

Johannes Held – Bariton
Andreas Sepp - Klavier

Singakademie Stuttgart

Leitung: Stefan Weible


Stadtkirche Schorndorf
Kirchplatz, 73614 Schorndorf
Anfahrt: Parkmöglichkeit z.B. im Parkhaus Künkelinstraße (3 Minuten Fußweg)

Sonntag, 25. Oktober 2020
Beginn 1. Konzert: 17 Uhr
Beginn 2. Konzert: 19 Uhr

Wir bitten Sie, beim Betreten der Kirche einen Mund- und Nasenschutz anzulegen und sich an einen zugewiesenen Platz zu begeben.
Bitte halten Sie sich an die allgemeingültigen Abstands- und Hygieneregeln.
Am Sitzplatz dürfen Sie Ihre Maske absetzen und das Konzert ohne Mund-Nasen-Bedeckung genießen.

Der Eintritt ist frei.
Wir freuen uns über eine angemessene Spende zur Deckung der Kosten.
Herzlichen Dank!




Einblick - Winterreise

Winter
Bild: © www.winterbilder.net
Es ist Nacht, es ist Winter - zumindest im Herzen des Wanderers. Nachdem ihn seine Geliebte verlassen hat, gibt es nichts, was ihn noch zurückhält. Nachts bricht er auf, eilt aus der Stadt, will alles hinter sich lassen. Doch es fällt ihm nicht leicht: immer wieder blickt er zurück und schwelgt in süßer Erinnerung an glücklichere Tage. Hin und her gerissen zwischen Verbitterung, Hoffnung und Todessehnsucht schwankt er von einem Gefühlsextrem ins andere. In der winterlichen Landschaft sieht er Abbilder seiner eigenen, inneren Erstarrtheit.

Die Winterreise ist einer der bekanntesten Liederzyklen der Romantik. Und sie ist ein Meisterwerk der Melancholie: Wer ihr zuhört wird Zeuge der extremen Seelenzustände eines unglücklich liebenden Wanderers. Eine Herausforderung für jeden Sänger. Der Bariton Johannes Held stand über 50 Mal als „Wanderer” auf der Bühne und setzt sich seit Jahren mit dem Stück auseinander. Mit ihm haben wir über das Werk gesprochen.

Johannes Held
Bariton Johannes Held
(Foto: Jens Oellermann)
Was bedeutet dir Schuberts Winterreise?
Johannes Held: „Winterreise begleitet mich seit über 10 Jahren. Mein erstes Konzert damit hatte ich 2009 in Kopenhagen als Vorbereitung für meinen Abschluss. Damals war mein Herz gebrochen und das Singen dieser Lieder Therapie. Heute bin ich glücklich verheiratet und habe ein Kind, war mit einer szenischen Version des Stücks jahrelang unterwegs und kann sagen, dass es mir gut geht - und finde mich immer noch in dem Stück wieder. Ich glaube das geht auch dem Publikum so. Winterreise rührt an etwas, das zutiefst menschlich ist. Darum ist es eines der großen Universalstücke der Musik.”

Mit welchem Gefühl siehst du dem Konzert in der Stadtkirche Schorndorf entgegen?
Johannes Held: „Seit Corona fühle ich bei jedem Konzert, das ich singen darf, eine tiefe Freude: Ich bin dankbar, dass die Musik nicht verschwindet. Dass ich jetzt mit der Singakademie Stuttgart auftreten darf, ist besonders schön. Viele SängerInnen kenne ich schon seit vielen Jahren und Stefan Weible ist ein alter Freund aus Zeiten der Stuttgarter Hymnus Chorknaben. Und auch konzeptionell finde ich Winterreise mit Chor sehr spannend: Eigentlich ist eines der Themen des Werkes ja die Vereinsamung des Lyrischen Ichs und am Anfang dachte ich: ‚Wie soll denn das gehen, wenn da so viele andere auf der Bühne stehen?‘ Aber dann wurde mir klar, dass man ja auch in einer Gruppe von Menschen allein sein kann, vielleicht noch viel mehr, als wenn niemand da ist. Ich bin gespannt auf die Dynamik zwischen dem Chor und mir und freue mich auf die Erfahrung.”




Ausblick

2020 ist kein gutes Jahr für langfristige Pläne. Ob und wo wir in diesem Jahr ein Adventskonzert singen können, wissen wir leider noch nicht. Selbstverständlich halten wir Sie hier im Newsletter auf dem Laufenden.

Machen Sie es gut und bleiben Sie gesund!
Wir sehen oder hören uns hoffentlich bald!

Ihre Singakademie Stuttgart



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